Wahlkommission im Irak gibt erste Ergebnisse bekannt

Aus der Online-Nachrichtenagentur AK-News:
www.aknews.com

Wahlkommission gibt erste Ergebnisse bekannt / „Wahlverstöße und Betrugsversuche werden geahndet“
Montag, März 15th 2010 2:30 PM

Bagdad, 15. März (AKnews) – Der Vorstand der irakischen Wahlkommission, die für die Organisation der Wahlen und Auszählung der Stimmen zuständig ist, will heute bereits 60 Prozent der vorläufigen Ergebnisse der irakischen Parlamentswahlen bekannt geben. Die Kommission werde zudem alle eingegangenen Beschwerden über Wahlverstöße untersuchen, nachdem es so viele Anschuldigungen über Betrugsversuche gegeben habe.

„Der Sortier- und Auszählprozess in vielen Wahlzentren und Wahllokalen ist im Beisien von Wahlbeobachtern und Vertretern der Parteien beendet worden, so dass wir heute 60 Prozent der vorläufigen Ergebnisse bekannt geben können”, sagte Kommissonsmitglied Hamdiya Husseini. „Die Ergebnisse der Wahlen im Ausland kommen auch allmählich bei uns an.”

Die vorläufigen Ergebnisse zeigen bisher hohe Wahlerfolge für die gemäßig-schiitische Gesetzesstaat-Koalition des Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki in Bagdad, Basra, Babil, Karbala, Najaf, Muthanna und Wasit. Die säkular orientierte Iraqiaya-Liste wurde Wahlsieger in den Provinzen Anbar, Salahaddin, Diyala, Niniveh und Kirkuk, während die Kurdistan-Allianz in den Provinzen Erbil, Suleimaniyah und Duhok siegte. Die schiitisch-religiös geprägte Irakische Nationale Koalition wurde Wahlsieger in Missan, Dhiqar und Qadisiyah.

Die Wahlkolaitionen kritisierten die Wahlkommission für die Verschiebung der Ergebnisverkündigung um mehrere Tage, es wurden erneut Gerüchte um Betrugsversuche laut. Auch aus der EU-Mission kamen Stimmen, es gebe Betrugsversuche zugunsten Malikis Gesetzesstaat-Koalition.

„Die Wahlkommission ist offen für alle Anzeigen bezüglich Wahlverstößen, auch bei der Auszählung und Sortierung der Stimmen, sagte Hamdiya Husseini. „Die Kommission ist fair und jene, die sie anzweifeln, müssen ihre Beschwerden einreichen, die dann von kompetenten Mitarbeitern untersucht werden.“

Nach informierten Quellen sollen Parteibeobachter irakweit und im Ausland bereits über 2.000 Beschwerden und Gesuche eingereicht haben.

ms AKnews
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