Japan leiht Irak eine Milliarde US-Dollar zu niedrigem Zinssatz: „Gutes Beispiel für weitere Staatskredite“

Bagdad, 22. Februar (AKnews) – Die irakische Regierung und Japan haben gestern einen Kredit der Regierung Japans von einer Millarde US-Dollar an den Irak bekannt gegeben. „Es handelt sich um einen Langzeitkredit über 40 Jahre“, sagte der irakische Finanzminister Baqir Jabr al-Zubeidi auf einer Pressekonferenz in Bagdad. Der Kredit werde für drei Dienstleistungsprojekte verwendet, eingeschlossen dreier Wasserversorgungssationen in den Provinzen Niniveh, Salahaddin und Anbar, dem Bau der Stromversorgungssation Akkaz in Anbar mit einer Leistung von 120 Megawatt und einer weiteren ähnlichen Stromstation in der Region Kurdistan.

„Der Vertrag, der heute mit der japanischen Regierung unterzeichnet wurde, verpflichtet Japan zu einem Kredit von einer Milliarde US-Dollar als Langzeitanleihe. Die Rückzahlung wird zehn Jahre lang ausgesetzt. Der Zinssatz beträgt in den letzten 30 Jahren nur 0,65 Prozent“, so Zubeidi. „Ich fordere andere Staaten auf, dem Beispiel der Japaner zu folgen, dem Irak Kredite mit niedrigen Zinssätzen zu gewähren. Kommerzielle Kredite bedrohen die irakische Wirtschaft, es werden da Zinssätze von bis zu zwölf Prozent verlangt.“

Der japanisvche Botschafter in Bagdad, Shoji Ogawa, erklärte: „Diese Übereinkunft repräsentiert den Beginn der Aktivitäten japanischer Unternehmen im Irak und folgt der Verbesserung der Sicherheitssituation im Lande. Der erste Schritt der japanischen Investitionen beginnt mit der Entwicklung des südirakischen Al-Gharraf-Ölfeldes in der Provinz Thi-Qar durch japanische Unternehmen.“ Die weitere Phase sei die Ankunft verschiedener japanischer Unternehmen, die im Irak investieren wollten. „Es gibt viele Anfragen japanischer Firmen zu Investitionen im Irak, die meine Behörde in Bagdad erreichen.“

ms AKnews
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