Sürü - Die Herde ein Film von Yilmaz Güney
29.10.09
H8 18 Uhr s.t.

Sprache: Türkisch mit deutschem Untertitel
Zeit: Einlass ab 17:45 Filmbeginn: 18:00 Uhr
Veranstalter: KurdSV Bielefeld
Sürü - Die Herde Türkei 1978
Regie: Zeki Ökten
Drehbuch: Yilmaz Güney
Mit Tarik Akan (Sivan), Melike Demirag (Berivan), ELevent Inanir (Silo), Tuncel Kurtiz (Hamo), Yaman Okay (Abuzer), Erol Demiröz, Sener Kokkaya u.a.
Inhalt: Ein junger Nomade, der sich mit seiner Frau aus den Zwängen der anatolischen Hirtenkultur zu befreien versucht, bringt seine Schafherde zum Verkauf nach Ankara, findet dort aber nicht die ersehnte Freiheit, sondern geht mit seiner Frau an der fragwürdigen Zivilisation zugrunde. Eine harte Anklage gegen Korruption und Gewalt in der türkischen Gesellschaft und eine überzeugende Studie über das Aufeinanderprallen zweier Kulturkreise, formal perfekt und im politischen Engagement von überzeugender Kraft. Das Drehbuch schrieb der kurdische Autor, Schauspieler und Regisseur Yilmaz Güney ("Yol – Der Weg") aus dem Gefängnis heraus, wo der politisch Verfolgte, nach zweifelhafter Prozessführung, eine 19-jährige Haftstrafe wegen Totschlags zu verbüßen hatte.
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Was sollen wir uns denn als nächstes ansehen: Irgendwelche Wünsche?
Ich würde dann sehen was sich machen lässt.
Meine Vorschläge wären Vodka Lemon und Zeit der trunkenen Pferde
Vorab: Wenn jemand Interesse an diesem Film hat und leider nicht zum Filmabend kommen konnte - gegen eine kleine freiwillige Spende an KurdSV kann man sich den Film auch bei mir ausleihen. Oder ihr schaut beim nächsten Stand vorbei, der am 16 November sein wird in der Unihalle.
Zum Film: Er ist für seine Zeit wirklich eine Revolution.
Vor allem wenn man bedenkt, dass der Film in 2-3 Stellen auch offene Kritik übt und dass vor allem der junge Mann in Ankara oft vom Kommunismus spricht. Vor dem Hintergrund, dass Yilmaz Güney wegen Verbreitung kommunistischen Gedankengutes mehrmals im Gefängnis saß, ist das noch einmal mehr erstaunlich. Aber das zeigt, welchen Stellenwert ein Yilmaz Güney damals schon hatte. Obwohl er im Gefängnis saß, konnte er diesen Film realisieren und er wurde trotz der Kritik am Staat und an der Gesellschaft(vor allem in dem Text des Musikers, der davon spricht, dass Räuber keine Staat ordden können) ist das mehr als bemerkenswert.
War ein sehr schöner Abend! Der Film war für seine Zeit eine Revoultion.
Der Film bitete ferner, jede menge Diskussionstoff. Allerdings konnten wir, aufgrund Zeitmangel keine Diskussion eröffnen...
Eventuell könnten wir hier eine Diskussionsrunde eröffnen.
__________________________Ji Bo Kurdistan