Blutfehde(Xwîndarî) in Bielefeld (10.Oktober 2008)
Eine seit Jahrzehnten dauernde Blutfehde zwischen kurdischen Jesidenclans ist Mittwoch in Bielefeld wieder aufgeflammt. In der Innenstadt ist die deutsch-russische Freundin (24) eines Jesiden (22) auf offener Straße niedergeschossen worden.
Katharina M. führte ihren Hund aus, als sie gegen 21.50 Uhr von einer Kugel in die Brust getroffen wurde. Wie es gestern aus dem Kreis der Familie hieß, habe das Geschoss aus einer Pistole das Herz der 24-Jährigen nur um zwei Zentimeter verfehlt.
Ärzte eines Bielefelder Krankenhauses retteten das Leben der Kosmetikerin in einer vierstündigen Notoperation. Der Zustand der unter Polizeischutz stehenden Frau sei stabil, sagte ihr Bruder. Der Schütze entkam.
Die Ermittler der Bielefelder Mordkommission schließen zur Zeit nicht aus, dass Katharina M. Opfer einer Verwechselung geworden sein könnte. Vermutlich hatte der in einem Auto lauernde Schütze auf den Freund der jungen Frau gewartet. Denn dieser 22-Jährige ist Mitglied eines unter anderem in Bielefeld lebenden kurdischen Jesidenclans, der nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Bielefeld seit mehr als 100 Jahren mit einer zweiten jesidischen Großfamilie in eine tödliche Blutfehde verwickelt ist.
Seit Oktober 2001 hält die jesidische Blutrache Polizei und Staatsanwaltschaft in Ostwestfalen, dem Osnabrücker Raum und im Münsterland in Atem. Nach Schüssen auf den Bielefelder Clanchef am 29. September 2001 vor dem Osnabrücker Hauptbahnhof - der Mann überlebte nur, weil er eine Schutzweste trug - war am 26. August 2002 in Bielefeld ein 28-Jähriger der gegnerischen Familie ermordet worden. Dieser nach dem Tatort als »TÜV-Mord« bundesweit bekanntgewordene Fall zog für die Schützen, zwei Jesiden-Brüder (30/31) aus Bielefeld, lebenslange Haft nach sich.
Der aktuelle Anschlag auf die 24-Jährige in Bielefeld könnte anlässlich des 7. Jahrestages der Schießerei in Osnabrück erfolgt sein. Möglich ist aber auch, dass der Mord an einem 31 Jahre alten Jesiden in Lotte (Münsterland) vom 5. August dieses Jahres nun vom anderen Clan gerächt werden sollte.
Quelle WZ
Wir Verurteilen diesen grausamen Akt und werden es nicht dulden, dass wegen reaktionären Sittenjustiz, Menschen zum Opfer fallen. Wünschen der Frau Kathrina M. eine erholsame Genesung.
KurdSV - Bielefeld
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Ji Bo Kurdistan

Ohh das freut mich zu hören. Dann lag ich wohl mit meienr Vermutung falsch.
ihr solltet eure Verurteilung nicht zu voreillig verkünden, hier ein bericht der Polizei darüber was wirklich passiert ist!
Anschlag vorgetäuscht - Fünf Tatbeteiligte festgenommen
Bielefeld (ddp-nrw). Der vermeintliche Anschlag, bei dem eine Frau am 8. Oktober in Bielefeld durch einen Schuss verletzt wurde, war offenbar ein Unfall. Polizei und Staatsanwaltschaft teilten am Dienstag mit, dass ein 22-Jähriger an diesem Tag in einer Wohnung mit einer gerade erst erworbenen Waffe hantiert und dabei versehentlich seine 24 Jahre alte Freundin angeschossen und verletzt habe. Um den Besitz der illegal erworbenen Waffe zu verschleiern, hätten die beiden sowie drei weitere Beteiligte verabredet, eine Straftat vorzutäuschen. Deshalb hätten sie gegenüber der Polizei ausgesagt, dass die Frau auf offener Straße aus einem fahrenden Auto angeschossen worden sei.
Am Dienstag wurden im Zuge der Ermittlungen fünf Wohnungen in Bielefeld durchsucht. Dabei wurde in der Wohnung der Familie des mutmaßlichen Schützen ein umfangreiches Waffenlager mit fünf Pistolen sowie einer Pumpgun sichergestellt. Auch die bereits zerlegte Tatwaffe wurde entdeckt. Überdies fand die Polizei Munition.
Fünf Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren - darunter die am 8. Oktober angeschossene Frau - wurden festgenommen. Gegen die fünf Beschuldigten wird wegen Vortäuschung einer Straftat, versuchter Strafvereitelung, unerlaubten Waffenbesitzes und Körperverletzung ermittelt.
Die Familie des Schützen ist den Angaben zufolge wegen zahlreicher Straftaten polizeibekannt. Nach den Schüssen auf die Frau war zunächst vermutet worden, die Tat habe sich vor dem Hintergrund eines schwelenden Blutrache-Streits zweier kurdischer Familien ereignet. Dafür gibt es nach Polizeiangaben nun keinerlei Anhaltspunkte mehr
Heval Hakîmî,
wir reden hier nicht die Yeziden schlecht, sondern viel mehr Gruppierungen, die eine reaktionäre Sittenjustiz verfolgen. Wir Verurteilen alle Handlungen die auf Sittenjustiz oder Lynchjustiz basieren.
__________________________Diese Tat könnte auch von alîwtischen oder muslimischen Kurden begangen werden, unsere antwort würde gleich lauten.
Ji Bo Kurdistan
Hallo Hakimi,
tut mir leid, aber mach dir doch nichts vor.
Die Famiele und ihre Konflikte zu anderen yezidischen Familien sind bekannt.
Allein die Reportage "Im Schatten der Blutrache" zeigt dies ausführlich.
Ich bin selber auch Yezide, daher brauchst Du nicht denken, ich wolle die Religion schlecht machen.
Nein, ich bin mir absolut sicher, dass dies nicht die Werte sind, die das Yezidentum vermitteln will, aber leider kenn auch ich in Kreisen der eigenen Familie nur zu gut, Fälle, in denen sich die Yeziden selber bekämpfen, und für solche Menschen schäme ich mich.
Dennoch bin ich im großen und ganzen sehr stolz auf meine Religion und habe mich auch mehrfach dafür eingesetzt.
Viele Grüße
Hallo Eshat und allen übrigen Freunde)In
Diesen Artikel habt Ihr glaube ich nicht weiter verfolgt. Denn sonst würdet Ihr ja wissen, dass sich die yezidische Gemeinschaft davon weit distanziert und in einem weiteren Artikle Stellung dazu genommen wurde, wenn es auch kurz und knapp war.
Wer von Euch hat den letzten Artikel darüber hier gelesen?
Oder sucht man hier auch in dieser Gruppe Vorwand, um das Yezidentum hinter schlechtes Licht zu führen?
Das gibt der hier von Euch veröffentlichte Artikel her, was zum größten Teil von der Neue WEstfälischen (NW) abgeschrieben wurde!!
Außerdem ist es schade und traurig, dass ohne weitere Anhaltspunkte diese Artikel über uns "Yeziden" veröffentlicht werden. Warum können die Personen alleine nicht genannt werden ohne den Zusatzt Yezide. Diese Vereilgemeinurungen sind immer Gefährlich für den der sie in die WElt setzt.
Genauso könnte es doch eine interne Angelegenheit gewesen sein zwischen diesen Jungen und wegen seinem Drogenmileui. Der Artikel gab auch diese Information her warum wird davon hier nichts erzählt. Theoretisch ist auch diese Möglichkeit offen, dass er verschuldet gewesen ist in der Szene und das war die Rechnung.
Bitte beim nächsten Mal alles abwägen bevor Ihr von KurdSV so was veröffentlicht und duldet zu veröffentlicht.
Mit freundlichen Grüßen
Hakimi_L
Es erfüllt mich immer wieder mit Scham, wenn ich so etwas höre.
Leider haben die Yeziden in der Vergangenheit so viel Hass erfahren, dass sogar kleine Streitereien untereinander eskalieren können, so wie man es an diesem Beispiel sieht.
Es ist einfach nur traurig, dass die Yeziden hier in Europa wohl zum größten Teil selber dafür sorgen, dass ihre Religion auf dem Weg ist, bald nicht mehr zu existieren.