Aus der Online-Nachrichtenagentur Kurdistans AK-News:
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Über 10.000 Wählerstimmen in Deutschland und Schweden nicht anerkannt
Montag, März 15th 2010 3:08 PM
Berlin/Stockholm, 15. März (AKnews) – Wahlbeobachter in den vier Wahlzentren Deutschlands für die irakischen Parlamentswahlen teilten heute mit, dass dort mehr als 4.200 Stimmen nicht anerkannt worden seien, weil die angereisten Iraker die für die Wahlen notwendigen Dokumente nicht dabeigehabt hätten oder vorweisen konnten, die beweisen sollten, dass sie Iraker sind. In Schweden waren es sogar rund 6.000.
„Die Wahlbeteiligung war gut, trotz des kalten Wetters“, sagten Wahlbeobachter. Insgesamt seien in den vier deutschen Wahlzentren in Berlin, München, Köln und Mannheim 19.381 Stimmen eingegangen. 4.200 seien nicht gezählt worden.
Die Wahlkommission lehnte viele Wahlzettel in mehreren Ländern ab, weil die Wähler die erforderlichen Dokumente nicht hätten vorzeigen können. Dies verursachte sehr viel Ärger unter den Menschen, die oftmals sehr weit angereist waren.
Insgesamt waren 1,9 Millionen Iraker im Ausland aufgerufen, zu wählöen. In 16 Staaten weltweit wurden hierzu Wahlzentren eingerichtet.
Wahlbeobachter in Schweden erklärten, dass die Repräsentanten der irakischen Parteien eine Beschwerde bei der irakischen Wahlkommission eingereicht hätten, weil in den dort eingerichteten sieben Wahlzentren 6.000 Wählerstimmen nicht gezählt worden seien. Grund seien dabei ebenfalls mangelnde Dokumente gewesen.
„Die Parteien forderten von der Wahlkommission, die Entscheidungen nochmals zu überdenken“, so eine Quelle. Die Stimmen der Iraker, die durch schwedische Dokumente vorweisen könnten, dass sie aus dem Irak seien, müssten nochmals im Beisein von Partei- und Wahlbeobachtern gezählt werden, so die Forderung.
Wie in Deutschland und Schweden habe es in vielen Ländern mangelnde Amtsunterlagen gegeben, die den Irakern ihre Herkunft bestätigten.
ms AKnews
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